23. Dezember 2021

Bayern München dominiert Europa

Foto: Shutterstock / charnsitr

Klarer Gewinner der UEFA-Fünfjahreswertung – Platz 5 im Markenranking

Wie in jedem Jahr stellt sich den Fußballfans europaweit die Frage: Welcher Club ist DER erfolgreichste Europas? Nachhaltig betrachtet – in einer Fünfjahreswertung… Die Redaktion des TV-Privatsenders „Sky Sport“ hat jetzt auf Basis der definierten UEFA-Koeffizienten ein Ranking erstellt, das die Spielergebnisse der Vereine in den Wettbewerben Champions League, Europa League und Europa Conference League berücksichtigt.

Das Ranking führt der deutsche Rekordmeister Bayern München mit erheblichem Abstand vor den Premiere League-Clubs Man City und den Reds aus Liverpool an. In den Top 20 haben sich immerhin noch zwei weitere deutsche Teams festgesetzt: Die Dortmunder Borussen belegen Platz 16, knapp vor dem FC Porto auf Platz 17 und den Rasenballern aus Leipzig auf Platz 18. Bemerkenswert: Mit relativ bescheidenen Etats in dieser erlauchten Runde belegt der FC Sevilla, Dauerperformer in der Europa League, Platz 11, und Ajax Amsterdam besetzt Platz 14, geschuldet den herausragenden Platzierungen in der Champions League.

Die Bayern wirtschaften am besten

In Sachen Kader-Effizienz macht den Münchner Bayern in Europa niemand etwas vor: Obwohl die Scheich-Clubs von Chelsea und Man City sowie Liverpool mit US-Investoren erheblich mehr in ihre Mannschaften investiert haben, ist die Leistung der Bayern im europäischen Wettbewerb, mittelfristig betrachtet, besser. In den vergangenen elf Jahren konnten vier Endspielteilnahmen mit zwei Siegen in der europäischen Königsklasse verbucht werden. Vier Mal schieden die Kicker von der Säbener Straße erst im Halbfinale aus. In der aktuellen Saison geht´s im Achtelfinale zu RB Salzburg.

Die „Hitliste“ nach Punkten (und Marktwert des Kaders, ermittelt durch „Transfermarkt“):

  1. Bayern München, 133.000 (819,5 Mio. Euro)
  2. Manchester City, 124.000 (1,08 Mrd. Euro)
  3. FC Liverpool, 122.000 (866,5 Mio. Euro)
  4. Chelsea London, 116.000 (891,5 Mio. Euro)
  5. Real Madrid, 113.00 (746 Mio. Euro)
  6. Paris St-Germain, 110.000 (927,7 Mio. Euro)
  7. FC Barcelona, 108.000 (659 Mio. Euro)
  8. Juventus Turin, 106.000 Punkte (602,9 Mio. Euro)
  9. Manchester United, 104.000 (911,25 Mio. Euro)
  10. Atlético Madrid, 100.000 (745,9 Mio. Euro)

Und wer ist in 2021 die erfolgreichste Fußball-Marke in Europa?

Alljährlich veröffentlicht „Brand Finance“ den „Football 50-Report“, um die wertvollsten Fußballmarken zu präsentieren. Die Werte sind Schätzungen der Finanzexperten, basierend auf der Berechnung verschiedener Koeffizienten. Wertvollster Club Europas ist, wie im Vorjahr, Real Madrid mit einem Markenwert von 1,276 Mrd. Euro. Bedingt durch Corona fällt das Ergebnis gut 15% schlechter als im Vorjahr aus. Bemerkenswert an diesem Ranking ist, dass beispielsweise der Schuldenberg der Katalanen aus Barcelona genauso hoch wie der Markenwert ist. Dies unterscheidet sich vom FC Bayern München, der weder vergleichbare Investoren, noch Schulden hat.  Mit der grundsoliden Arbeit des Managements konnte in erheblichem Umfang Eigenkapital aufgebaut werden, unabhängig von der zusätzlichen Werthaltigkeit neuer Immobilien wie dem Bayern Campus und einer Mannschaft, die in Europa und Deutschland immer vorne mitspielt.

Real Madrid führt Hitliste der weltweit wertvollsten Fußballmarken
Nach dem Umbau soll das Real-Stadion Santiago Bernabéu das modernste der Welt werden (Pressefoto: Real Madrid)

Die Hitliste der wertvollsten Fußballmarken 2021:

  1. Real Madrid (1,276 Mrd. Euro)
  2. FC Barcelona (1,266 Mrd. Euro)
  3. Manchester United (1,130 Mrd. Euro)
  4. Manchester City (1,118 Mrd. Euro)
  5. Bayern München (1,068 Mrd. Euro)
  6. FC Liverpool (973 Mio. Euro)
  7. Paris St. Germain (887 Mio. Euro)
  8. FC Chelsea (769 Mio. Euro)
  9. Tottenham Hotspur (723 Mio. Euro)
  10. FC Arsenal (675 Mio. Euro)

Geld und Fußball machen Politik

Mit einem riesigen finanziellen Aufwand ist es Katar mit den Pariser Vorstädtern und Abu Dhabi mit Man City in den letzten Jahren gelungen, aus den Clubs Weltmarken zu kreieren. Bevor die Scheichs bei Paris einstiegen, dümpelte der Club in der Mittelmäßigkeit, war letztmals 1994 Meister in Frankreich. Bis der Club aus dem Schmuddel-Vorort zur PR-Plattform der WM 2022 auserkoren wurde. Für die Scheichs ein guter Deal: Geld war zuhauf vorhanden, nur das Image miserabel. Nicht zuletzt mit dem Erreichen der Semi-Finals in der Champions League in den letzten beiden Jahren und den Transfers von Neymar und Messi, ist Paris St. Germain weltweit zu einer Top-Marke aufgestiegen. Ganz im Sinne von Nasser Al-Khelaifi, dem delegierten PSG-Macher aus dem Emirat am Golf.

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