27. Dezember 2021

Globaler Multi-Milliarden-Markt Tourismus blutet aus

Foto: Shutterstock: Maridav

Viel Mut und Kreativität beim Reise-Shopping-Sender sonnenklar.TV

Die Europäer – auch immer mehr Asiaten und Russen – verbindet eine Leidenschaft: Urlaub und Reisen! Covid-19 hat vor zwei Jahren in die Branche wie ein Blitz eingeschlagen: Der entstandene Flächenbrand mit weltweiten Lockdowns und Reisebeschränkungen seit nun zwei Jahren wird für das Tourismus-Business immer verheerender. Flächendeckend machen weltweit in den Tourismus-Destinationen Hotels, Restaurants, Freizeitparks und Shops dicht, schließen Reisebüros für immer ihre Türen… Die Corona-Pandemie bestimmt immer noch den Alltag der Menschen weltweit. Davon sind besonders Reisende betroffen. Und Menschen, die vom Tourismus leben. Doch der Traum von Stränden in der südlicheren Welt, die Magie des karibischen Flairs – gepaart mit Fernweh – halten weiter an… Die Hoffnung auf einen unbeschwerten Urlaub ohne Einschränkungen durch Corona stirbt zuletzt!

Die „Stiftung für Zukunftsfragen“ hat jetzt ihre Tourismusanalyse 2021 veröffentlicht. Demnach sind im Vorjahr nur noch 37% der Bundesbürger mindestens fünf Tage verreist – 40% weniger als 2019. Einen derartigen Einbruch gab es in der Historie des Tourismus weder während der Ölkrise in den 70er Jahren oder dem Golfkrieg in den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends. Auch die Auswirkungen von 9/11 oder die Finanzkrise 2009 hatten nicht ansatzweise vergleichbare Auswirkungen auf das globale Reiseverhalten der Menschen.

Ein Virus hält die Welt in Atem

Anfang 2020 war die Welt noch einigermaßen in Ordnung: Zwar gab es Gerüchte über ein neues Virus aus China, aber die Urlaubsreisen waren weitestgehend geplant oder bereits gebucht. Dann ging alles blitzschnell: Nur noch ein Wort mit Donnerhall, nämlich Corona, war Thema in den Medien und sozialen Netzwerken. Dann wurden Grenzen geschlossen, Einreise- und Ausgangsverbote verhängt, Buchungen storniert… Rabattschlachten sollten in den Sommer-Saisons 2020 und 2021 die Urlauber wieder an die Sonnenstrände auf die Balearen oder iberischen Inseln, nach Mexiko, Thailand, Kenia oder auf eine Kreuzfahrt locken. Doch die Deutschen, Engländer, Niederländer, etc. blieben weitestgehend zu Hause, buchten, wenn überhaupt, inländische Hotels oder in Nachbarländern, gingen campen... Nach Deutschland war für die Bundesbürger seit über 50 Jahren wieder Österreich das beliebteste Reiseziel. Unter dem Einbruch bei europäischen Flugreisezielen litten Hotels in der Türkei und in Spanien am gravierendsten. Bei den Fernreisen ging so gut wie gar nichts: Der Anteil an deutschen Urlaubern mit Reisen in die USA, nach Kanada, Ägypten oder Tunesien sowie in die Karibik brach um 80% ein. Dieser Wert entspricht in etwa dem Buchungsstand der 1990er Jahre.

Sonnenklar.TV kämpft mit Multi-Channel-Marketing gegen die Krise

Der private Teleshopping-Sender sonnenklar.TV aus München kämpft mit aller Macht, viel Mut und Kreativität sowie ausgeprägtem Durchhaltevermögen gegen die aktuellen Gesetzmäßigkeiten der Branche. Im Geschäftsjahr 2018/19 war man auf einem guten Weg, die 400 Mio. Umsatzmarke zu knacken. Dann aber kam Corona! Ohne die loyale Unterstützung des Inhabers, dem ägyptischen Milliardär Samih Sawiris, hätte Europas größter Tourismus-TV-Sender wohl die Segel streichen müssen. Aber der umtriebige sonnenklar.TV-Macher Andreas Lambeck, Geschäftsführer der u.a. für den TV-Sender verantwortlichen Euvia Travel GmbH, zog mit seinem Team in den vergangenen zwei Jahren alle Register der Überlebenskunst. Rabatt- und Kundenbindungsaktionen, die Anpassung der Angebote für Destinationen, ein populäres TV-Programm, Kosteneinsparungen und ausgeprägter Kundenservice hielten das Unternehmen trotz immenser Umsatzeinbußen über Wasser. Die Strategie des Multi-Channel-Marketing wurde vom Strategen Lambeck unbeirrt weiter ausgebaut. Bemerkenswert: Dort, wo andere Unternehmen aufgrund von Corona-Reglementierungen ihre Events absagen, hat sonnenklar.TV mit viel Aufwand durchgezogen: Am 28. August veranstaltete der Sender seine Gala „Goldene Sonne“ vor 1.000 geladenen Gästen im „Wunderland Kalkar“, um die begehrten Touristik-/Medienpreise zu vergeben.

Und am 17. Dezember veranstaltete man mit 1.000 Gästen die Gala „Fly & Help-Show“, einen Tag später die Jubiläums-Weihnachtsfeier „20 Jahre sonnenklar.TV“ unter extremst schwierigen Rahmenbedingungen im Berliner Hotel Estrel. Hut ab vor so viel Mut!

Umsatzverluste, verlorene Jobs und soziale Krise

Die Tourismusberatung „dwf“ veröffentlichte am 11. November 2021 Zahlen über das erste Tourismus-Halbjahr in Deutschland. So beträgt der Umsatzausfall in diesem Zeitraum, nur in deutschen Destinationen, gut 50 Mrd. Euro. Tagestourismus und Übernachtungstourismus waren davon gleichermaßen betroffen. Das ganze Jahr 2021 verlief nach Erkenntnis der Experten wie eine Achterbahn: Die durch das Coronavirus ausgelöste Krise führte zu Beginn des Jahres bis April zum Nachfrageeinbruch, erholte sich wieder ab Mai, brach im Oktober erneut ein mit fatalen Folgen für die Wintersport-Destinationen in Bayern und Thüringen.

Geschätzt drei Million Erwerbstätige haben europaweit in Hotellerie und Gastronomie den Arbeitsplatz verloren oder stecken – mit erheblichen Gehaltseinbußen – seit zwei Jahren mehr oder weniger in Kurzarbeit. Die Branche steckt in der größten Krise ihrer Geschichte. Was macht beispielsweise der Hotel-Portier oder das Zimmermädchen auf Mallorca, wenn aufgrund der Hygienebeschränkungen das Hotel zum x-ten Mal wegen Corona schließen muss? Es bleibt nur zu hoffen! Denn die staatliche Unterstützung ist mäßig, alternative Arbeitsplätze gibt es nicht – aber die Lebenshaltungskosten bleiben konstant. Und das alles mit einem Einkommen, das gegen Null geht. Für die Familien der Versorger mit Jobs im Tourismus bahnt sich wiederholt die soziale Katastrophe an.

Aber nicht überall wird Trübsal geblasen: Dubai erlebt aktuell einen Tourismus-Boom – aufgrund hoher Impfquoten, der daraus resultierenden Aufgabe von Hygienebeschränkungen und erheblich reduzierten Preisen für Hotelübernachtungen.

Beim Urlaubbuchen sind die Deutschen vorsichtig

Covid-19 bestimmt schon jetzt die Reiseentscheidungen für 2022: Die Mehrzahl der Deutschen hat noch keine Reise gebucht. Insofern ist von einer explodierenden Buchungswelle auszugehen – unter der Voraussetzung, dass Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Die „Deutsche Welle“ hat gerade eine Studie mit den Lieblingsdestinationen der Deutschen für 2022 veröffentlicht. Im Gegensatz zum Vorjahr möchte die Mehrzahl der Befragten wieder innerhalb Europas (54,6%) verreisen. Erklärtes Wunschziel bleibt Deutschland (34,6%) vor Italien (32%) und Spanien (28,3%). Die Sehnsucht nach Urlaub in Nordamerika (27%) oder Asien (25,6%) bleibt aber weiterhin ungebrochen.

Günstig Urlaub und Reisen buchen:

https://www.sonnenklar.tv

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