7. April 2022

Schweizer TH Mining AG erhöht Eigenkapital auf 168 Mio. Schweizer Franken

Fotos: TH Mining AG

Mit Tradition und Innovation zum Blue Chip im Bergbau

Kontinuierliche Innovationen prägen die Erfolgsgeschichte der Pharmabranche, die Welt der Automobilhersteller, digitales Business oder die Unterhaltungsindustrie. Dass ein mittelständisches, nur wenig bekanntes Unternehmen aus dem Schweizer Kanton Zug mit „Green Mining“ und der eigenen Kapitalstruktur gerade erfolgreich Geschichte schreibt, haben nur die Insider auf dem Radar.

Der klassische Bergbau hat inzwischen europaweit seine über hundert Jahre bedeutende Stellung als Turbo für die Wirtschaft weitestgehend verloren. Nur in der Bundesrepublik und der damaligen DDR arbeiteten in den 1970er-Jahren gut 400.000 Bergleute im Steinkohlenbergbau von Ruhrgebiet und Saar, im Braunkohle-Tagebau in der Lausitz und im Rheinland sowie bei der Urangewinnung im Erzgebirge. Das Business war weitestgehend durch öffentliche Mittel subventioniert. Auch die Schweiz wurde im vergangenen Jahrhundert hart vom Strukturwandel im Bergbau getroffen. Es sind heute gut 250 Unternehmen, die im klassischen Bergbau mit der Gewinnung von Steinen und Erden tätig sind. Im Jahr 2018 erwirtschaftete diese Branche 2,22 Mrd. Schweizer Franken (CHF).

Dass das Bergbau-Geschäft immer noch profitabel sein kann, zeigt die TH Mining AG, ein profitabler, inhabergeführter Mittelständler… Das „Fast-noch-Start-Up“ hat innerhalb kürzester Zeit ein verbuchtes Eigenkapital aufgebaut, das sich vor der Kapitalstruktur globaler Schweizer Giganten wie Nestlé, Roche oder Novartis nicht zu verstecken braucht. Mit Stand 2022 verfügt die Gesellschaft nun über ein Eigenkapital von 168 Mio. CHF.

Formales „Go“ für die Transformation von Bezugsrechten in Eigenkapital

Wertvolle Mineralien wie Kieselgur und Bentonit werden auch als Industriemineralien bezeichnet, die mit hohem technischem Aufwand im Tagebau gewonnen werden. Entsprechende Lagerstätten zu finden ist die schwierige Aufgabe der Explorationsgeologen. Der TH Mining AG ist es gelungen, die Werthaltigkeit ihrer Bezugsrechte in den Lagerstätten Osteuropas punktgenau zu definieren. Ein reguliertes, aufwändiges Prüf- und Testierungsverfahren nach Schweizer Recht führte zum Ergebnis, dass „grünes Licht“ für eine ungewöhnliche Kapitalerhöhung erfolgen konnte. Das Bezugsrecht durfte in eingetragenes Eigenkapital transformiert werden!

Profitabel mit strategischem „Green Mining“ und taktisch variablem Materialvertrieb

Was aber zeichnet die TH Mining AG aus? Das Hauptgeschäft ist internationales „Green Mining“: Ein ressourcenschonender und weitestgehend klimaverträglicher Bezug von Industriemineralien. Die Nutzung der im Tagebaubetrieb gewonnenen Mineralien, beispielsweise in der Landwirtschaft, spart erhebliche Mengen an Wasser ein und ersetzt chemischen Kunstdünger. Die TH Mining AG ist sich des Wertes ihrer Materialrechte bewusst – deshalb werden die Abbau- und Vertriebspotenziale nicht ansatzweise ausgeschöpft. Oberste Prämisse ist es aktuell, die Warenbestände zu halten, um von den zukünftigen Marktentwicklungen der begehrten Rohstoffe bestmöglich profitieren zu können.

Das noch junge, inhabergeführte Handelsunternehmen ist im Spannungsbogen zwischen Tradition und Innovation verankert, ehrgeizig und erfolgreich, ein Paradebeispiel für Schweizer Understatement…

Was sind Partizipationsscheine?

Der erste Meilenstein der vor gut einem Jahr erfolgreich abgeschlossenen Kapitalmarktstrategie beinhaltete, vom Markt fast unbemerkt, eine Kapitalerhöhung von 130 Mio. CHF auf 150 Mio. mittels einer Sacheinlage. Der Schweizer Weg bis hin zur Eintragung ins Handelsregister war geprägt von Prüfungen und geeigneten Nachweisen. Sacheinlagen sind Kapitaleinlagen gleichgestellt und dienen dem Gläubigerschutz. Daher ist bei der Bewertung der Sache stets das Niederstwertprinzip anzuwenden. Der tatsächliche Marktwert der Rohstoffe ist daher als höher anzusehen.

Aktuell wird das Aktienkapital der Gesellschaft anteilig in Partizipationskapital transformiert. Es ist beabsichtigt, 50 Mio. CHF im Aktienkapital zu belassen und 100 Mio. CHF als Partizipationskapital in kleiner Stückelung von 0,01 und 0,03 Rappen zu bilden. Dieser Prozess ist bereits eingeleitet.

Digitale Handelsplattform für Partizipationsscheine?

Es ist erklärtes Ziel dieser Strukturierung, das Partizipationskapital von zukünftig 100 Mio. CHF in sogenannte Registerwertrechte – eine Besonderheit des im Jahr 2021 vom Schweizer Bundesrat verabschiedeten Distributed Ledger Technologie (DLT)-Mantelgesetzes – umzuwandeln. Diese Registerwertrechte beinhalten für Unternehmen die Option, einen digitalen Handelsplatz nutzen zu können. Die Entscheidung für eine Nutzung dieser Offerte durch die TH Mining AG wird gerade vom Management geprüft, begleitet von der Bewertung verschiedener Anfragen ausgewählter institutioneller Partner.

Mögliche Partizipanten dürften sich mit der TH Mining AG im Rohstoff-Segment sehr wohl fühlen: Sicher auch deswegen, weil die Unternehmensstrategie des Haltens der Rohstoffrechte sinnvoll ist. Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Eigenkapitals kann das Unternehmen alle strategischen und operativen Ziele seit jeher ohne Fremdkapital erreichen. Die Überlegung, zukünftig ausgewählte institutionelle Partizipanten zuzulassen, dient der Bildung einer loyalen internen Gemeinschaft auf dem Weg zu den noch folgenden Aktivitäten.

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